Wie bereits in den vorherigen Artikeln angeführt, ist es gar nicht so leicht, das man sämtliche Faktoren, die ein Ferienhaus erfüllen sollte einerseits bedenkt, andererseits aber auch als festen Bestandteil der Planungen berücksichtigt. Es wurde bereits eine gute Infrastrukur angemerkt, die die Erreichbarkeit des gesuchten Objekts möglichst einfach und unkompliziert macht. Auch sollten lange Anreisezeiten weitestgehend vermieden bzw. – wenn verfügbar – durch öffentliche Verkehrsmittel erheblich angenehmer und stressfreier gestaltet werden können. Die Nähe zu kulturellen und sportlichen Hotspots sollte gleichermaßen gegeben sein wie ein bestimmtes Maß an Abgeschiedenheit und Exklusivität. Letzteres bezeichnet nicht eine teure Inneneinrichtung der Immobilie, sondern eine Lage, die einem – sofern gewünscht – nicht ununterbrochen zumutet mit den (teils nervigen) Mitmenschen in Interaktion treten zu müssen. Einfach halt ein ruhiges Plätzchen, das allerdings auch nicht meilenweit von dem nächstgelegenen Supermarkt respektive einer Tankstelle entfernt ist.

Ein weiterer Faktor ist bestimmt eine reizvolle Umgebung. Ein morgentlicher Blick aus dem Schlafzimmer auf saftig grüne Wiesen, schneebedeckte Berggipfel oder traumhaft gelegene Weingärten entschädigen den Urlauber für vieles – in erster Linie für die Schufterei den Rest des Jahres um sich diese oben erwähnte Exklusivität leisten und gönnen zu können. Auch sollte das kulturelle Umfeld des Ferienhäuschens nicht allzusehr von dem unterjährig bewohnten abweichen. Eine landschaftliche Abwechslung und auch eine gewisse Distanz zur heimatlichen Unterkunft sind natürlich durchaus gewünscht und definieren ja gewissermaßen auch einen Freizeitwohnsitz. Jedoch ist es nur bedingt förderlich, diesen z.B. an der Côte d’Azur zu haben, wenn die eignen Französischkenntnisse in etwa mit der Fähigkeit eines Geißbockes Klavier zu spielen konkurrieren. Kurzgefasst sollte der Aufwand überschaubar sein, der aufgewendet werden soll, um die entspannenden Tage im paradiesischen Urlaubsörtchen verleben zu können.

Zu guter Letzt sollte aber auch der kulinarische Aspekt nicht unerwähnt bleiben. Sofern man kein Anhänger der britischen Küche ist, wäre es angenehm, wenn man in der Ferienzeit nicht nur auf das seelische, sondern auch leibliche Wohl achtet und sich den ein oder anderen (örtlich- saisonalen) Gaumenbissen gönnt..